Amethyst

Der beliebte Schmuckstein Amethyst: eine violette Varietät von Quarz

Rohamethyst

Der Amethyst ist eine violette Varietät von Quarz. Seine wichtigsten Vorkommen gibt es in Uruguay, Brasilien, Russland, Madagaskar, Marokko und Sri Lanka. Bedeutendere Vorkommen gab es früher auch in Idar-Oberstein im Taunus und im Erzgebirge. Im Norden Finnlands können interessierte Besucher ein Amethystbergwerk besuchen. Der Name Amethyst kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „dem Rausch entgegenwirken“. Daran machte sich der Glaube fest, dass das Tragen eines Amethysten dem durch den Genuss von Wein bedingten Rausch entgegenwirkt. Aus diesem Grund wurden sogar Becher aus Amethyst gefertigt. Amethyste sollten laut antikem Glauben zudem Unheil abwenden und vor Diebstahl schützen. Amethyste entstehen in Hohlräumen von Gesteinen und bilden sogenannte Drusen. Die allerschönsten Drusen kommen meist aus Brasilien. Sie können Längen bis zu zwei Metern erreichen. Amethyste sind sehr beliebte Schmucksteine. Ihr Farbspektrum reicht von nahezu Weiß über Rosa bis hin zu dunklem Violett. Amethyste als Schmucksteine gibt es in unterschiedlichen facettierten Formen oder auch als Cabochon. Das ist eine runde oder auch ovale Schmuckform ohne Facetten. Hildegard von Bingen verordnete den Amethyst bei Hautentzündungen und Schwellungen. Auch gegen Insektenstiche und Schlangenbisse sollte der Amethyst gemäß dem mittelalterlichen Glauben eine positive Wirkung entfalten.