Armschmuck

Armschmuck

Ein Armband oder auch ein Armreif umschließt das Handgelenk und unterstreicht jede unserer Gesten. Mit einem Armband ist in der Regel ein Schmuckstück aus flexiblem Material wie etwa einer Kette gemeint. Es kann aus Metall, aber auch aus Perlen, Korallen, textilen Materialien, Kunststoff oder Leder bestehen. Daran können je nach Vorliebe ein oder auch mehrere Anhänger verschiedener Motive getragen werden. Ein Armreif hingegen ist nicht flexibel, sondern starr. Er kann ebenfalls aus Metall, aber auch aus Holz, Horn und weiteren Materialen bestehen. Das Tragen von Armbändern konnte schon für die Steinzeit nachgewiesen werden. Für frühe Exemplare verwendeten die Urmenschen Tierzähne, Horn oder auch Bernstein. Seit der Mensch in der Lage ist Metall zu verarbeiten, wurden aus Ringen, Blättchen, Scheiben und Perlen Ketten für Hals und Arme gefertigt. Aus Silber und Gold gearbeitete Armbänder waren gleichermaßen Wertgegenstände, Schmuckstücke und flexibles Zahlungsmittel. Für Jäger und Krieger vergangener Epochen war das Armband ein Schutzschild. Bei den Kelten galten aufwendig gearbeitete Silberarmbänder als Symbole von Macht und Zugehörigkeit zur Adelsklasse. Die vom Armreif abgeleitete Armilla, die Armspange, war ein fester Bestandteil des Krönungsornats deutscher Kaiser. Im zivilen Leben in Europa trugen ab dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert hinein fast ausschließlich Frauen Armbänder. Armbänder können heute ganz individuelle Schmuckstücke für Männer und Frauen sein. Sehr beliebt sind aber auch Freundschafts- oder Partnerarmbänder als Zeichen der Zusammengehörigkeit zweier Menschen.