Der perfekte Ehering: Worauf kommt es an?

ein paar Eheringe aus Gold

Vor einer Hochzeit gibt es viel zu planen und zu bedenken, wie das Brautkleid, die Location, Verpflegung oder Gästeliste. Jedoch gibt es eine Kleinigkeit, die Sie nicht einfach nebenbei abtun sollten: die Eheringe. Immerhin sind jene etwas, was Sie hoffentlich für den Rest Ihres Lebens tragen. Dementsprechend wichtig ist, dass die Trauringe gut aussehen und einer hohen Qualität entsprechen. Da es heute viele unterschiedliche Angebote gibt, wissen Sie nicht genau, welcher Ehering es werden soll. Unser kurzer Ratgeber hilft Ihnen dabei.

Worauf kommt es beim Ehering an?

  • Ein hochwertiges und stabiles Metall
  • Eine schöne und passende Farbe
  • Die Struktur der Oberfläche
  • Die Breite, Dicke sowie das Profil

Das richtige Metall

Bevor Sie sich mit Form oder Edelsteinen beschäftigen, ist es wichtig zu wissen, aus welchem Metall der Ehering bestehen soll. Heute gibt es nicht mehr nur die Wahl zwischen Gold oder Silber, sondern mit den Jahren kamen viele neue Edelmetalle hinzu, die ihren ganz eigenen Charme mitbringen. Zugleich unterscheiden sich jene im Preis, der Farbe, dem Aussehen, der Beständigkeit und der Stärke. Wir zeigen Ihnen die beliebtesten Metalle. 

Barren verschiedener Metalle

Gold: Der Klassiker unter den Trauringen ist Gold. Es ist eine zeitlose Wahl, wobei Gold einen natürlichen und warmen Look versprüht. Der schöne Glanz des Goldes lässt die Trauringe meist romantischer wirken. Typisch ist, dass Gold mit anderen Metallen gemischt wird, da reines Gold zu weich wäre. Die Karat bestimmen also, wie viel Gold im Ring enthalten ist. Beispielsweise liegen bei 18 Karat 75 Prozent pures Gold vor, bei 9 Karat aber nur 37,5 Prozent.

Silber: Silber ist sehr beliebt, was an dem strahlend weißen Grau liegt, welches viele an den Mond erinnert. Die Leuchtkraft des Metalls ist beeindruckend, weshalb Silber besonders gut in Kombination mit Edelsteinen wirkt. Da auch Silber recht weich ist, wird jenes meist mit anderen Metallen legiert, um dessen Haltbarkeit zu erhöhen. Wie viel Silber enthalten ist, erkennen Sie an der Bezeichnung, wie „925er Silber“, was rund 92,5 Prozent reines Silber entspricht.

Platin: Ein weiterer Klassiker ist Platin. Es gehört zu den prestigereichsten Metallen für Eheringen und ist daher recht teuer. Dafür erhalten Sie aber einen Ring mit einer sehr hohen Beständigkeit und einem relativ hohen Gewicht. Achten Sie bei Platin nur auf die Dichte, die Reinheit und Seltenheit, denn nur so kaufen Sie einen wertvollen und zugleich hochwertigen Ehering.

Palladium: Einer der neueren Vertreter der Metalle ist Palladium. Es ist sehr schön und bietet einen silberweißen Farbton. Diese Nuance sorgt für ein reichhaltiges Aussehen. Bekannt ist Palladium vor allem wegen seiner Beständigkeit, sodass Sie den Ring ein Leben lang tragen. Außerdem ist Palladium sehr leicht, jedoch recht teuer. Der Grund ist, dass Palladium ein sehr seltenes Edelmetall ist.

Farbe – Eine große Auswahl

Ihnen sollte bewusst sein, dass es heute nicht nur viele unterschiedliche Metalle gibt, sondern auch die Farben variieren. Immerhin ist es heute kein großer Akt mehr, dass Metall in einer bestimmten Farbe einzufärben. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob Sie sich eine besondere Farbe wünschen oder ob Sie mit dem natürlichen Farbton des Metalls glücklich sind. Beliebte Eheringfarben sind: 

  • Goldgelb
  • Weißgold
  • Rotgold

Goldgelb wirkt sehr warm und erinnert Sie an Sonnenschein. Schon lange gilt Goldgelb als wahrer Klassiker, wobei sich die Farbe leicht mit allen Arten von Edelsteinen verbinden lässt. Ein Pluspunkt am Rande: Goldgelb kommt nie aus der Mode. Weißgold ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerückt und bietet eine zeitgemäße sowie einzigartige Optik. Wir empfehlen Ihnen Weißgold, wenn Ihr Budget begrenzt ist, Sie sich aber dennoch eine hohe Beständigkeit wünschen. Ansonsten wirkt Weißgold vielleicht etwas kühl, dafür aber auch sehr raffiniert. Hervorragend, um den Ehering mit strahlenden Edelsteinen zu verschönern. Rotgold ist hingegen die romantische und stilvolle Alternative. Die Kupferlegierung verleiht dem Metall einen rosa Farbton, der aktuell im Trend ist und jeden Tag mehr an Beliebtheit gewinnt. Für viele steht Rotgold für Liebe, einen femininen Look sowie Verträumtheit. Besonders schön wirkt Rotgold im Vintage-Stil.

Ein Blick auf die Oberfläche

Legierung aus Titan

Neben dem Metall und der Farbe müssen Sie die Oberfläche prüfen, denn auch hier gibt es große Unterschiede. In der Regel unterscheiden Sie zwischen poliert, vertikal gebürstet, horizontal gebürstet, Wire Brushed und sandmatt. Die Oberflächenstruktur „Poliert“ ist typisch und sehr verbreitet in der Schmuckwelt. Das bedeutet, die Oberfläche ist glänzend und bietet eine reflektierende Wirkung. Durch eine polierte Oberfläche wirkt Ihr Ehering recht auffällig. Sowohl die vertikale als auch horizontale Bürstung ist ebenfalls sehr beliebt. Die Oberfläche zeigt sich nun in Matt-Optik und Sie bemerken feine Pinselstriche auf dem Ring. Je nach Wunsch können die Pinselstriche vertikal oder horizontal verlaufen. Wire Brushed ist ein neuer Trend und wird auch als „Drahtbürsten-Politur“ bezeichnet. Der Unterschied zum klassischen Bürsten ist, dass die Drahtbürste tief spürbare Striche zurücklässt, wodurch der Effekt verstärkt wird. Ein Wire-Brushed-Trauring wirkt insofern sehr raffiniert und elegant. Abschließend gibt es noch die Sandmatt-Politur. Sie hinterlässt eine ziemlich auffällige sowie grobe Oberfläche. Berühren Sie den Ring, werden Sie den Politur-Effekt leicht spüren. Wählen Sie diese Art der Politur, wenn Sie sich ein körniges und strukturiertes Aussehen wünschen.

Eine Frage der Größe

Der letzte große Punkt vor dem Kauf ist die Größe. Immerhin ist es vollkommen nutzlos, wenn Sie sich für einen schicken Trauring entscheiden, doch dieser am Ende zu eng sitzt oder Ihnen vom Finger gleitet. Daher ist die perfekte Größe sehr wichtig. Beachten Sie dabei aber nicht nur die eigentliche Ringgröße, sondern auch die Dicke, Breite sowie Form. Begonnen bei der Dicke, denn diese bestimmt darüber, wie dick der Ring später ist. In der Regel wählen Sie zwischen 1.2, 1.4, 1.6, 1.8 und 2.0 Millimetern. Welche Dicke für Sie geeignet ist, hängt davon ab, wie sehr Sie den Ring am Finger spüren und sehen wollen. 1.2 Millimeter ist zum Beispiel extrem dünn und zart, was wiederum für einen sehr eleganten Look spricht. Dafür ist 2.0 Millimeter wesentlich dicker und perfekt für lange Finger geeignet. Das dicke Band sorgt für einen starken Halt und ist auch bei Männerhänden sehr beliebt. 

Als Nächstes schauen Sie sich die Breite des Rings an. Auch hier warten verschiedene Größen auf Sie, wie 2.0, 3.0, 4.0, 5.0, 6.0, 7.0, 8.0 und 9.0 Millimeter. Haben Sie kleine und zarte Finger, empfehlen wir Ihnen eine recht geringe Breite. Ansonsten wirkt der Trauring zu überladen. Sollten Sie hingegen etwas dickere und stattlichere Finger haben, können Sie sich auch für eine erhöhte Breite entscheiden. Die Ringbreite ist natürlich auch abhängig davon, ob Sie Edelsteine einlassen möchten. Besonders bei dicken Klunkern ist eine zu dünne Breite der falsche Weg. Hingegen können feine Edelsteine bei einer zu mächtigen Breite schnell untergehen. 

Abschließend beschäftigen Sie sich mit der Form, die auch gern als Profil bezeichnet wird. Entscheiden Sie sich in diesem Fall zwischen Comfort-Fit oder Flachband-Comfort-Fit. Beim Comfort-Fit bemerken Sie, dass das Innere des Bandes leicht überkuppelt ist. Insofern ist die Innenseite abgerundet und kann somit leicht über den Finger gezogen werden. Ideal ist der Comfort-Fit, wenn Sie Ihren Ehering häufiger ausziehen, wie zum Sport. Eine andere Form ist der Flachband-Comfort-Fit. Nun ist die Innenseite leicht gekrümmt und gewölbt. Die äußere Seite bleibt hingegen flach. Die gewölbte Kurve hilft Ihnen dabei, den Trauring angenehm zu tragen. Zwar können Sie einen Ring mit Flachband-Comfort-Fit auch leicht abziehen, doch gerade der Tragekomfort ist nicht zu verachten.

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