Edelstahl

Edelstahl

Edelstahl ist laut Europäischer Norm ein Begriff, der sich auf unlegierte und legierte Stähle bezieht, die über einen besonderen Reinheitsgrad verfügen. Die Europäischen Norm schreibt nicht vor, dass Edelstahl zwangsläufig nicht rostender Stahl sein muss. Im allgemeinen wird jedoch unter Edelstahl nur rostfreier Stahl verstanden. Edelstähle sind beispielsweise hochreine Stähle, bei denen durch Schmelzen und Veredlungsprozesse Bestandteile wie Silizium oder Aluminium ausgeschieden werden. Sie haben einen geringen Schwefel- und Phosphorgehalt. Auch hochlegierter Stahl für Werkzeuge zählt zu den Edelstählen. Er entsteht durch die Zugabe von Stahlveredlungsmetallen wie Mangan oder Chrom. Unlegierte Edelstähle haben die Stahlgruppennummern 10 bis 18 und legierte Edelstähle die Stahlgruppennummern 20 bis 89. Edelstahl hat zahllose Anwendungsbereiche. Edelstahl findet in nahezu allen Industriezweigen sowohl bei der Herstellungstechnik als auch bei den Produkten selbst Verwendung. Edelstähle sind aus dem modernen Leben also nicht wegzudenken. Die Schwerindustrie braucht sie ebenso wie die Feinmechanik. Medizinische und chirurgische Instrumente sind aus Edelstahl, aber auch in Maschinen, Turbinen und Fahrzeugen wird nicht rostender Stahl verbaut. Moderne Essbestecke und Kochgeschirr werden aus Edelstahl gefertigt, ebenso wie Fahrräder und Bauteile in der Architektur. Auch die Schmuckindustrie hat den Edelstahl längst für sich entdeckt. Bekannte Marken wie Joop, Tommy Hilfiger, Fossil, Swarovski oder Calvin Klein setzen bei ihren Schmuckkollektionen auf Edelstahl. Die klar definierten Formen und die schlichte, kühle Eleganz passt zu vielen Modetrends. Dabei ist Schmuck aus Edelstahl besonders robust, natürlich korrosionsbeständig und trotzdem erschwinglich. Die Oberflächen von Schmuck aus Edelstahl sind längst nicht mehr nur silberfarben, sondern auch gold- und roséfarben.