Granat

Granat

Granate sind gesteinsbildende, kubische Minerale. Ihr Name geht auf das lateinisch Wort „granatus“ zurück und bedeutet „gekörnt“. Neben Rubin und Spinell gehören Granate zu dem Dreigestirn Karfunkelstein. Tatsächlich ähnelt roter Granat und Granatschmuck auch ein wenig dem Inneren eines Granatapfels. Granate sind überall auf der Welt verbreitet. Granate können durchsichtig oder undurchsichtig sein und nach Glas oder Harz glänzen. Es gibt viele Varietäten des Granats. Sie heißen Pyrop, Almandin, Uwarowit, Spessartin, Mandaringranat, Melanit, Demantoid und Schorlomit, um nur einige zu nennen. Ihr Farbspektrum reicht von gelblich über Hell- und Dunkelrot bis hin zu Braun und Violett. Bloß blau sind Granate nie. Für die Schmuckindustrie sind Granate wie der Kaprubin aus Südafrika und der Böhmische Granat besonders interessant. Beide Varietäten sind mit Ihrer ausgeprägt roten Farbe besonders schön. Für Granate wird der Facettenschliff ebenso angewendet wie der Rundschliff. Granatschmuck ist oftmals sehr prächtig mit seiner dichten Anhäufung vieler kleiner und größerer Steine. Doch auch einzelne Granate können als Solitär zu Schmuckstücken verarbeitet sein. Die größte und bekannteste Schmuckindustrie für Granate befindet sich im böhmischen Teil Tschechiens. Bereits weit vor dem Ersten Weltkrieg wurde hier überaus prächtiger Granatschmuck hergestellt, der auf der ganzen Welt bekannt und gefragt war und heute immer noch ist. Granate werden nicht nur zu Schmuck verarbeitet. Wegen ihrer Härte werden sie auch beim Wasserstrahlschneiden und als Schleifmittel beim Sandstrahlen eingesetzt. Überwiegend künstlich erzeugte Kristalle mit Granatstruktur kommen auch in der Optik, Hochfrequenztechnik und Feinmechanik zum Einsatz.