Ohrringe

Ohrringe

Ohrringe sind am Ohr getragene Schmuckstücke meist in Form eines kleineren Ringes. Die bisher älteste Form eines Ohrringes, die jemals gefunden wurde, ist um die 8.000 Jahre alt und stammt aus der Inneren Mongolei. Es wurden gleich mehrere Exemplare entdeckt, die aus Jade gefertigt waren. In der Jungsteinzeit wurden Ohrringe auch von Männern getragen, wie die Gletschermumie Ötzi uns gezeigt hat. Im Alten Orient und in der griechischen und römischen Antike waren Ohrringe als Schmuck für Frauen sehr beliebt. Sie waren schon aus Edelmetallen wie Gold gefertigt. Seit der Neuzeit wurden Ohrringe als Frauenschmuck auch in Mittel- und Westeuropa immer beliebter. Sie sind Bestandteil zahlreicher Trachten und ihr Tragen setzte das Durchstechen des Ohrläppchens voraus. Damit ist der Ohrring vermutlich das erste Piercing, das in breiten bürgerlichen und bäuerlichen Schichten Akzeptanz fand. Die Ausführung von Ohrringen ist heute so vielfältig wie Schmuck nur sein kann. Edelmetalle wie Gold und Silber sind für diese Schmuckform das am besten geeignete Material, denn sie lösen am hoch empfindlichen Ohr keine Allergien aus. Ohrringe können ganz unterschiedlich verziert sein und sind inzwischen auch bei vielen Männern ein beliebter Schmuck. Bei indigenen Kulturen kommt dem Ohrring oft eine besondere Bedeutung zu und er ist Mittel der Kommunikation. Der Ohrring markiert Lebensphasen, Stammeszugehörigkeiten oder verdeutlicht die Position des Einzelnen innerhalb der Gemeinschaft. Unter dem Begriff Ohrringe wird nicht selten auch die große Form der Creole, Ohrstecker oder Ohrschmuck mit üppigen Anhängern subsumiert.