Perle

Perle

Perlen sind feste, kleine Gebilde, die in Schalenweichtieren wie Muscheln oder Schnecken heranwachsen können. Natürliche Perlen sind meist erbsengroß, kugelig oder auch birnenförmig. Perlen bestehen aus Perlmutt und zählen zu den Edelsteinen. Perlen werden seit Jahrtausenden in vielen Kulturen hoch geschätzt. In der Antike nannte man die Perle Margarete wie die Geliebte. Im alten China und Japan waren Perlen das Symbol für Würde, Weisheit, Reichtum und Glück. Perlen wurden oft mit Zähnen oder Tränen verglichen und auch als Heilmittel und Aphrodisiakum eingesetzt. Die heute zu Schmuckstücken verarbeiteten Perlen stammen stammen aus der Perlenzucht. Der Perlkern wird hierfür künstlich in die Muscheln eingebracht. In gewisser Weise bleibt die Perle aber auch dann ein Naturprodukt, denn ihre Zucht ist langfristig, schwierig und unwägbar. Muschelbänke für die Perlenzucht gibt es in tropischen Meeren und Süßwasserseen. Je nach Herkunft sind Perlen sehr unterschiedlich bezüglich Farbe, Größe und Form. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Perlen ist der Lüster, der einzigartige irisierende Perlenglanz. Eine der bekanntesten Perlenarten für Schmuck sind die Tahiti-Perlen mit einer schwarzen oder silbernen Grundfarbe und einer ergänzenden Orient-Farbe wie Grün, Pink und Purpur. Ebenfalls als Schmuckperlen sehr beliebt sind die großen silbernen, weißen oder auch goldenen Südsee-Perlen, die kleineren Akoya-Perlen aus China, Japan, Tahiti und Vietnam sowie die Keshi-Perlen, die „Mohnsamenperlen“, die ebenfalls in der Akoya-Muschel heranwachsen. Die bekanntesten Süßwasserperlen sind die ursprünglich in Japan gezüchteten Biwa-Perlen, die heute mehrheitlich ebenfalls aus China kommen. Biwa-Perlen haben bizarre Formen und ein breites Farbspektrum von Weiß über Rosa bis hin zu Weinrot und Violett.