Platin

Platin: eines der wertvollsten Edelmetalle überhaupt

Platinbarren

Platin ist eines der wertvollsten Edelmetalle überhaupt. Seine Vorkommen sind viel geringer als die von beispielsweise Gold. Das chemische Symbol des Platins ist Pt. Der Name Platin geht auf das spanische Wort platina zurück, das so viel wie „Silberkörnchen“ bedeutet. Die Bezeichnung zeigt, dass der Wert des Platins recht spät erkannt wurde. Der italienische Humanist und Naturforscher Giulio Cesare Scaligero beschrieb das weißlich-silberne Metall erstmals im 15. Jahrhundert. Er berichtet, dass es sich allen Schmelzversuchen entzog. Die Verwendung von Platin bei Schmuck konnte allerdings schon im alten Ägypten um 3.000 vor Christus nachgewiesen werden. Auch die Indianer Südamerikas verwendeten Platin schon in vorkolonialer Zeit. Die spanischen Erober selbst empfanden das Platin lediglich als lästiges Begleitmaterial bei der Suche nach Gold und wollten es sogar im Meer vernichten. Seinen Durchbruch in Europa hatte Platin erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Platin ist absolut korrosionsbeständig, weich, haltbar, gut schmiedbar und anlaufbeständig. Es wird zu hochwertigem Schmuck verarbeitet, findet aber auch zahlreiche Anwendungen in der Medizin, Chemie, Elektronik und beim Bau von Katalysatoren. Es gibt um die 380 Fundorte für Platin weltweit und über die ganze Erde verteilt. Etwas größere Vorkommen gibt es in Südafrika, Russland und Kanada. Platin wird auch in physischer Form von Barren oder Münzen gehandelt und kann somit von Kleinanlegern als Wertanlage erworben werden.