Platinschmuck

Platinschmuck – die edelsten aller Schmuckstücke

Paar Trauringe aus Platin

Platinschmuck ist immer sehr hochwertiger Schmuck. Das liegt nicht nur an dem edlen Metall selbst, sondern auch daran, dass Platin traditionell oft zusammen mit Diamanten, anderen wertvollen Edelsteinen und auch mit Gelbgold verarbeitet wird. Platin ist ein sogenanntes Übergangsmetall. Wegen seiner Korrosionsbeständigkeit gilt Platin jedoch auch als Edelmetall. Das kostbare, weißgrau bis silbergrau glänzende Metall ist gut formbar, schmiedbar und dehnbar. Wertvoll ist Platin auch aufgrund seiner recht geringen Vorkommen. Der Name Platin kommt aus dem Spanischen und bedeutet so viel wie „Silberkörnchen“. Erstmals beschrieben wurde das Platin mit dem chemischen Symbol Pt im 16. Jahrhundert vom italienischen Naturforscher und Humanist Giulio Cesare Scaligero. Verwendet wurde Platin jedoch schon viel früher. Im späten 19. Jahrhundert entdeckten Archäologen 5.000 Jahre alten ägyptischen Schmuck, in dem kleine Mengen von Platin verarbeitet waren.

Exklusiver und wertbeständiger Platinschmuck

Ringe aus Platin mit blauen Edelsteinen

Platin ist von bemerkenswerter Haltbarkeit, Stabilität und Anlaufbeständigkeit. Deshalb eignet sich dieses seltene Material besonders gut für die Schmuckherstellung. Das Platin für die Schmuckherstellung, auch Juwelierplatin genannt, besteht zu über 96 Prozent aus reinem Platin. Die anderen vier Prozent steuern entweder Palladium oder reines Kupfer bei. Platin läuft niemals an oder wird stumpf. Es behält sein Aussehen für immer. Der feine Schimmer dieses außergewöhnlichen Metalls spiegelt besonders gut den Glanz von hochwertig geschliffenen Diamanten und anderen Edelsteinen wider. Platin hat aufgrund seiner hohen Reinheit herausragende antiallergene Eigenschaften. Deshalb ist Platinschmuck für Menschen mit sehr empfindlicher Haut besonders gut geeignet.

Die Bedeutung des Platins wurde spät erkannt

Während die Indianer Südamerikas die speziellen Eigenschaften des Platins schon für die Goldgewinnung zu nutzen wussten, verkannte man das Metall in Europa lange Zeit. Die spanischen Eroberer Amerikas hielten Platin für minderwertiges Gold und waren versucht, alle Platinfunde zu vernichten, indem sie ins Meer versenkt werden sollten. Außer in der Schmuckherstellungwird Platin auch in der Medizin in verschiedenen Bereichen eingesetzt und als hochwirksamer Katalysator in der Industrie verwendet. Der Platinpreis unterliegt Schwankungen wie es bei allen Edelmetallen der Fall ist. Manchmal ist er deutlich höher als der von Gold, ein andermal liegt er etwas darunter. Eine gute und stabile Wertanlage ist Platin allemal. Neben Barren werden aus Platin auch Münzen geprägt. Da Platin in der Natur gediegen, also in reiner Form vorkommt, ist es auch als Mineral anerkannt.

Ein besonders seltenes und edles Metall

Die bedeutendsten Platinvorkommen gibt es in Südafrika, Russland und Kanada. Weltweit sind jedoch viele weitere Fundorte, unter anderem auch in Deutschland bekannt. Die Gewinnung von Platin ist sehr aufwendig und mühsam. Platin ist um ein Vielfaches seltener als Gold. Für eine einzige Unze, also etwas mehr als 30 Gramm, dieses wertvollen Metalls müssen über acht bis neun Wochen hinweg zehn Tonnen Erz geschürft werden. Für die gleiche Menge an Gold wird nur ein Drittel der Erzmenge und entsprechend auch viel weniger Zeit benötigt. Platin hat einen extrem hohen Schmelzpunkt. Der Erstbeschreiber Giulio Cesare Scaligero meinte deshalb, es würde überhaupt nicht schmelzen. Platin ist beständig gegen Säure und Hitze. Es ist das exklusivste aller Schmuckmetalle. Einige der berühmtesten Diamanten der Welt sind in Platin gefasst. Einer von ihnen ist der aus Indien stammende Koh-i-Noor, der seit mehr als 700 Jahren bekannt ist. Als Teil der britischen Kronjuwelen ist dieser außergewöhnliche Stein mit seiner außergewöhnlichen Fassung aus Platin heute im Tower of London zu bewundern.