Rubin

Rubin

Der Rubin ist die rote Varietät des Korunds. Seine Färbung erhält der Rubin durch die Beimischung von Chromoxid. Der Name Rubin geht auf das lateinische Wort „rubens“ für rot zurück. Der Farbton von Rubinen kann zwischen verschiedenen Rottönen variieren. Der Rubin ist ein besonders wertvoller Schmuckstein, der schon in der Antike hoch geschätzt wurde. Der Rubin findet im Alten Testament Erwähnung und wird in manchen Quellen als „der Stein der Steine“ bezeichnet. Allerdings gelang es erst um 1800 den Rubin als eine Varietät des Korunds einzuordnen und seine enge Verwandtschaft zum blauen Saphir zu erkennen, der wiederum seine Farbe der Beimischung von Titanoxid oder Eisen zu verdanken hat. Es ist also nicht sicher, ob in den alten Quellen tatsächlich von Rubinen oder von Granat und Spinell die Rede ist. Alle drei Arten von roten Edelsteinen hat man schon früh die Sammelbezeichnung Karfunkelstein gegeben. Hildegard von Bingen schrieb den Karfunkeln eine heilende Wirkung zu. Karfunkelsteine haben von jeher die Literaten inspiriert. So schrieb Ludwig Ganghofer im Jahr 1905 beispielsweise „Das Märchen vom Karfunkelstein“. Synthetisch erzeugte Rubine finden übrigens auch Verwendung als Lagersteine in Uhren.