Smaragd

Smaragd

Smaragde sind wohl die berühmtesten grünen Edelsteine. Eigentlich sind Smaragde durch Chromtrioxid tiefgrün gefärbte Beryll. Das Mineral Beryll ist in reinem Zustand aber farblos und glasklar. Zur Beryllgruppe gehören neben den grünen Smaragden auch der blaue Aquamarin, der rosafarbene Morganit, der gelb leuchtende Gold-Beryll und der hellgelbgrüne Heliodor. Der Name Smaragd leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bedeutet nichts anderes als „grüner Stein“. Bereits im 13. Jahrhundert vor Christus wurden in den Bergwerken von Sabara und Sikait im Alten Ägypten Smaragde abgebaut. Auch die indischen Mogule und die herrschenden Klassen der Perser und Osmanen schätzten den überaus wertvollen Edelstein. Als im 16. Jahrhundert die Spanier und Portugiesen Amerika eroberten, fanden sie auch dort einen regen Handel mit Smaragden vor. Die Handelswege auf dem neu entdeckten Kontinent erstreckten sich vom heutigen Kolumbien bis nach Chile und Mexiko. Heute kommen über 50 Prozent aller weltweit gehandelten Smaragde aus Kolumbien. Im Jahr 1935 gelang es in Bitterfeld bei der I.G. Farben Smaragde synthetisch herzustellen. Die synthetischen Smaragde werden unter dem Namen Igmerald gehandelt. Im Gegensatz zu Diamanten sind Einschlüsse bei echten Smaragden meist willkommen und nicht preismindernd. So gibt es etwa Smaragde mit einem Katzenaugeneffekt und sogenannte Trapiche-Smaragde, die wie ein altes Wagenrad gezeichnet sind. Smaragde werden überwiegend in magmatischen Gesteinsadern in Gneis oder Granit gefunden. Außer in Kolumbien gibt es auch noch nennenswert Vorkommen in Brasilien, in Russland und in Südafrika. Die einzigen ergiebigen Fundorte für Smaragde in Europa befinden sich in Norwegen und im österreichischen Habachtal nahe Salzburg. Smaragde werden auf der ganzen Welt als kostbare Schmucksteine geschätzt. Geschliffen werden sie meist im Smaragdschliff, einem achteckigen Treppenschliff, der eigens für diesen Edelstein entwickelt wurde. Der größten, je gefundenen Smaragde wiegen mehrere Kilogramm.