Spinell

Spinell: Spinelle sind isomorphe Minerale

Goldring mit Spinellsteinen

Spinelle sind isomorphe Minerale und in den meisten Fällen sogenannte Magnesium-Aluminate. Sie können transparent oder undurchsichtig sein und sie glänzen matt nach Glas und Kristall. Ihr Farbspektrum recht von nahezu farblos über Gelb, Grün, Blau, Orange und Rot bis hin zu Braun, Violett und Schwarz. Der Name Spinell gründet auf das altgriechische Wort „spinos“ für „funkeln„. Seit der Antike ist für Spinell auch die Bezeichnung Karfunkelstein oder einfach nur Karfunkel verbreitet. Karfunkelstein schließt allerdings andere rote Edelsteine wie Granate und Rubine mit ein. Spinelle sind Bestandteile von Gesteinen wie Basalt, Kalkstein, Dolomit oder Gneis. Es gibt weltweit über 1.500 Fundorte für Spinelle. Der größte Spinell-Kristalle mit einem Durchmesser von über 17 Metern wurde in Vietnam gefunden. Außergewöhnliche Funde von Spinellen sind auch aus Sibirien, New Jersey in der USA, Sri Lanka, Myanmar und Tatschikistan bekannt. Auch in Deutschland gibt es so einige Fundorte von Spinell. Sehr reine Spinelle sind begehrte und durchaus wertvolle Schmucksteine. Meist erhalten Spinelle einen Facettenschliff. Rote Spinelle haben ein große Ähnlichkeit mit Rubinen, der roten Farbvarietät des Korund. Ein roter Spinell ist in den Britischen Kronjuwelen eingearbeitet. Lange Zeit hielt man den „Plack Prince’s Ruby“ tatsächlich auch für einen Rubin. In der Krone der Wittelsbacher, die heute in der Schatzkammer der Münchner Residenz zu bestaunen ist, sind ebenfalls einige Spinelle kunstvoll verarbeitet.