Turmalin

Der Turmalin ist ein zu den Silicaten zählendes Mineral

Ohrhänger mit Turmalin

Der Turmalin ist ein zu den Silicaten zählendes Mineral. Turmaline bilden in der Natur meist säulige und radialstrahlige, kristalline Formen. Der Name kommt aus den Singhalesischen, einer Sprache Sri Lankas. In Europa tauchte der Name Turmalin erstmals um 1700 als Chrysolithus Turmale in einer Schriftquelle auf. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden dann größere Mengen an Turmalinen von Sri Lanka, dem damaligen Ceylon, über die Niederländische Ostindien-Kompanie nach Europa exportiert. Turmaline haben pyroelektrische Eigenschaften und ziehen damit feine Aschepartikel an. Im Niederländischen werden sie deshalb auch als Aschetrekker, Aschenzieher, bezeichnet. Es gibt ganz unterschiedliche Formen und Varietäten des Turmalins. Das Farbspektrum von Turmalinen reicht von Gelb und Braun über Grün, Blau, Pink und Rot bis hin zu Schwarz. Unterformen des Turmalins sind beispielsweise der Schörl, eine Bezeichnung die aus dem Erzgebirge kommt und auf die sächsische Ortschaft Zschorlau zurück geht. Beschrieben wurde der Schörl erstmals 1562 vom Pfarrer und Hobbymineralogen Johannes Matthesius. Weitere Untergruppen des Turmalin heißen Dravit und Elbait. Es gibt viele weitere. Der Rubellit ist beispielsweise eine rote Form des Turmalins. Besonders schöne Turmaline werden zu Schmucksteinen verarbeitet. Die Meisterschale der Bundesliga und der DFB-Pokal sind mit Turmalinen geschmückt. In der Industrie und Elektronik finden Turmaline ebenfalls Verwendung.