Welche Perlen gibt es

Welche Perlen gibt es?

Perlen können sehr vielfältig und ganz unterschiedlich sein. Das betrifft ihre Form, Größe, Farbe und weitere Eigenschaften wie beispielsweise Oberflächenqualität und Lüster. Gerade die zuletzt genannten Eigenschaften sind für Perlen als wertvolle Schmuckstücke von großem Belang. Lüster etwa ist der irisierend Glanz, der nur Perlen zu eigen ist. Perlen werden vor allem nach ihrer Herkunft unterschieden. So gibt es Süßwasserperlen aus Flüssen und Seen und Meerwasserperlen aus tropischen und subtropischen Gewässern. Die ohne menschliches Zutun entstandenen Perlen werden auch Naturperlen genannt. Daneben gibt es die Zuchtperlen, die durch das künstliche Einbringen eines Perlenkernes heranwachsen. Die meisten Schmuckperlen stammen heute aus Züchtungen. Auch hier gibt es sowohl Süßwasser- als auch Meerwasserperlen. Natürlich verwendet die Schmuckindustrie auch künstliche Perlen, die an dieser Stelle aber weitgehend vernachlässigt werden sollen. Die bekanntesten künstlichen Perlen sind die Bourgignon- oder Pariser Perlen und die Majorica-Perlen aus Mallorca, die einst ein Aachener Nadelfabrikant als Imitat von Naturperlen erfand. Die bedeutendste Varietät an Süßwasserperlen ist die sogenannte Biwa-Perle, benannt nach dem größten See Japans. Diese kernlosen Perlen in ganz unterschiedlichen Farben kommen heute aus vielen Gebieten Asiens und vor allem aus China. Bei Meerwasserperlen werden weit mehr Varietäten unterschieden. Das sind die Südsee-, Tahiti- und Akoya-Perlen sowie die winzigen Keshi-Perlen, die als Nebenprodukt auf nahezu natürliche Weise in großen Akoya-, Tahiti- oder Südsee-Muscheln entstehen. Keshi bedeutet Mohnsamen. Unregelmäßig geformte Perlen nennt man übrigens Barockperlen. Eine eigene Kategorie an Perlen sind die Flussperlen aus Flüssen und Bächen nördlich der Alpen, die man sie mit Glück auch in Tirol oder im Allgäu finden kann.