Wie entstehen Perlen

Wie entstehen Perlen?

Perlen hatten in vielen vergangenen Epochen und Kulturen eine hohe kulturelle Bedeutung. Bis heute werden Perlen als Schmuckstücke hoch geschätzt. Doch wie entstehen die kleinen Wunderwerke der Natur überhaupt? Lange Zeit ging man davon aus, dass die kugelförmigen oder auch birnenförmigen Gebilde aus Perlmutt eine Laune der Natur und Fehlbildung in der Muschel sind, die durch das Eindringen eines Fremdkörpers, beispielsweise eines Sandkornes, verursacht werden. Schalenweichtiere wie Muscheln oder Schnecken umschließen einen solchen Fremdkörper über einen langen Zeitraum mit Perlmutterschichten und isolieren ihn somit vom eigenen Organismus. Heute ist die Wissenschaft weitgehend von dieser Meinung abgerückt. Das Eindringen eines kleinen Fremdkörpers dürfte nach neuster Lehrmeinung einer Muschel keinerlei Schwierigkeiten verursachen. Bei der Züchtung von Perlen bedient man sich jedoch nach wie vor der Methode, Perlen mit einem Fremdkörper zu „impfen“. Gemmologen, also Edelsteinkundler, gehen heute davon aus, dass die Perlbildung die Folge einer tieferen Verletzung des Mantelgewebes einer Muschel ist. Diese können beispielsweise durch Parasiten verursacht werden. Es bilden sich Zysten, die dann tatsächlich durch die langfristige Ablagerung verschiedener Schichten aus Perlmutt nach und nach vom Mantelgewebeabgeschieden werden. Perlen zählen übrigens zu den Edelsteinen. Sie bestehen aus Kaliumkarbonat, einer Kalkverbindungaus Calcium, Sauerstoff und Kohlenstoff. Die kristalline Struktur diese Verbindung verleiht den Perlen ihre Härte und ihren einmaligen Glanz.